Welche Radonkonzentrationen wurden in Deutschland in der Bodenluft gemessen?
Die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Radonkonzentration in Gebäuden hängt unter anderem vom Radonpotenzial ab. Damit bezeichnet man die Radonkonzentration in der Bodenluft, also der Luft in den Poren, Klüften und Spalten des Erdreichs. Eine Übersicht über das Radonpotenzial bietet die Radonkarte von Deutschland. Die Karte beruht auf etwa 4000 Messungen der Bodenluft in Deutschland. Für Städte, Gemeinden oder gar einzelne Neubaugebiete lassen sich daraus jedoch keine genauen Vorhersagen ableiten.Abbildung 3: Karte der Radonkonzentration in der Bodenluft von Deutschland
Die Karte zeigt für Deutschland ein Süd-Nord-Gefälle der Radonkonzentration im Boden. In Sachsen, Thüringen und Bayern existieren größere Bereiche mit Radonkonzentrationen von über 300 000 Bq/m³ bis hin zu 500 000 Bq/m³ in der Bodenluft. In Norddeutschland beträgt sie hingegen in weiten Bereichen unter 20 000 Bq/m³. In Rheinland-Pfalz wurden bisher in einigen Teilen der Landkreise Birkenfeld, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, Cochem-Zell, Kusel, Mayen-Koblenz sowie des Westerwaldkreises Bodenluftkonzentrationen von über 100 000 Bq/m³ gemessen. Man schätzt den Anteil aller Flächen mit derartigen Bodenluftkonzentrationen auf etwa 7 % der Gesamtfläche von Rheinland-Pfalz.

