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Blick auf Mainz vom Wiesbadener Rheinufer
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Wie kommt Radon ins Haus?

Die Luft in den Poren des Erdreichs hat eine Radonkonzentration von 10 000 bis über 100 000 Bq/m³. Das aus dem Erdreich aufsteigende Radon verdünnt sich in der Atmosphäre und zerfällt dort. Die Radonkonzentration beträgt daher im Freien nur zwischen 8 und 30 Bq/m³. Wenn man Radon allerdings daran hindert sich zu verdünnen, können wesentlich höhere Konzentrationen entstehen. Dies kann zum Beispiel in Gebäuden der Fall sein: Radon kann vor allem durch Undichtigkeiten im Kellerboden oder den Fundamenten in das Gebäude eindringen und sich dann in der Raumluft anreichern.

m Durchschnitt liegt die Radonkonzentration in Gebäuden bei etwa 50 Bq/m³, es wurden aber in seltenen, extremen Fällen in Deutschland auch Konzentrationen über 10 000 Bq/m³ gemessen. Die Konzentration ist im Erdgeschoss meist schon bedeutend geringer als im Keller, sie nimmt für die höher liegenden Stockwerte weiter ab. Die folgende Abbildung verdeutlicht die Ausbreitungspfade und zeigt die sich daraus ergebenden Radonkonzentrationen.

Abbildung 2

Abbildung 2: Beispielhafte Radonkonzentrationen in der Raumluft eines Gebäudes und in der Bodenluft des umgebenden Erdreichs. In diesem Beispiel führt eine Bodenluftkonzentration von 40 000 Bq/m³ zu einer Raumluftkonzentration im Keller von 400 Bq/m³ , die Radonkonzentration nimmt zu den oberen Stockwerken hin ab. Im Freien beträgt sie hier nur 20 Bq/m³ .

Die Höhe der Radonkonzentration in einem Gebäude ist von den folgenden Umständen abhängig:

Eine erhöhte Uran- oder Radiumkonzentration des Erdreichs führt zu einem erhöhten Radonpotenzial im Erdreich. Somit kann auch verstärkt Radon an die Oberfläche gelangen.

Risse und Klüfte in der Erdkruste begünstigen das Austreten des Radons aus tiefen Schichten an die Oberfläche. Auch andere geologische Größen wie Bodenfeuchtigkeit, Körnigkeit und Porosität des Gesteins haben Einfluss auf den Radontransport.

  • In den Kellern älterer Häuser findet man oft gepflasterte oder unbedeckte Böden. Solch ein undichter Kellerboden begünstigt das Eintreten des Radons in das Gebäude.
  • Radon kann aber auch durch andere kleine Undichtigkeiten wie Fugen, Risse und Rohrdurchführungen eindringen.
  • Dichtschließende Fenster und Türen verhindern den Luftaustausch, so dass das eingedrungene Radon nicht wieder aus dem Gebäude entweichen kann.
  • Geringe Lüftung, wie sie im Winter oft vorkommt, begünstigt ebenfalls hohe Radonkonzentrationen.

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