40 Millionen Zugriffe auf die Internetseiten des Hochwassermeldedienstes
Pka. Die aktuelle Hochwassersituation in Rheinland-Pfalz hat die Zugriffszahlen auf die Internetseite des Hochwassermeldedienstes deutlich gesteigert. Während in Jahren ohne spektakuläre Hochwässer innerhalb von 12 Monaten 15 bis 20 Millionen Zugriffe registriert werden, haben die Internetseite des Hochwassermeldedienstes allein seit dem Beginn der Hochwasserperiode am 7. Januar 2011 bis heute bereits über 40 Millionen Besucher verzeichnet.Der Hochwassermeldedienst warnt vor Wassergefahren. Im Rahmen der Verhaltensvorsorge ist er Teil einer weitergehenden Hochwasservorsorge, die neben der natürlichen Hochwasserrückhaltung und dem technischen Hochwasserschutz ein wirkungsvolles Vorsorgeinstrument zur Begrenzung von Hochwasserschäden ist. In Deutschland fällt die Regelung des Hochwassermeldedienstes in die Zuständigkeit der Länder. Bereits 1986 wurde in Rheinland-Pfalz eine Hochwassermeldeverordnung erlassen, die den Hochwassermeldedienst für den Rhein, die Mosel, die Saar, die Sauer, die Our, die Nahe, die Lahn und die Sieg regelt. An den Bundeswasserstraßen Rhein, Mosel, Saar und Lahn wirkt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit. Die aktuell 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereichs Hochwasser im Landesamt sowie die Kolleginnen und Kollegen der Bundesbehörde arbeiten im Hochwassermeldezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg ganzjährig zusammen.
Der Hochwassermeldedienst umfasst das Beobachten der Niederschläge, Wasserstände und Abflüsse in den Einzugsgebieten, für die ein Meldedienst besteht. Diese Beobachtungen werden zu Hochwassermeldungen ausgewertet und in der Form von aktuellen Wasserständen und Hochwasservorhersagen nach festgelegten Meldeplänen weitergegeben. Die Weitergabe dieser Meldungen erfolgt auf der Verwaltungsebene durch tägliche Lageberichte an die für den Katastrophenschutz zuständigen Kreis- und Gemeindemeldestellen, die wiederum nach örtlichen Warnplänen die Bevölkerung ihres Gebietes in geeigneter Weise warnen und die notwendigen Schutzmaßnahmen durchführen. Die Hochwassermeldungen werden aber auch auf möglichst vielen Wegen direkt an die Betroffenen vor Ort verbreitet. Für die stündliche Aktualisierung der Wasserstände und die alle 3 Stunden neu berechneten Hochwasservorhersagen werden Rundfunkmeldungen gefertigt, der Videotext im Fernsehen (SWR3-Videotext, Tafel 801) bestückt und Informationen im Internet (www.hochwasser-rlp.de) aufbereitet.
Seit Dezember letzten Jahres war das Hochwassermeldezentrum bereits drei mal gefordert, denn Hochwasserphasen ergaben sich zwischen dem 7. und 14. Dezember, vom 24. auf den 25. Dezember und nun seit dem 7. Januar. Das aktuelle Hochwasser fordert von den Kolleginnen und Kollegen einen Schichtbetrieb rund um die Uhr. Um die gewaltige Zahl von Zugriffen auf die Internetseiten und somit dem Informationsbedarf der Katastrophenstäbe und der betroffenen Bevölkerung gerecht zu werden, ist die Serverleistung des Meldedienstes nochmals auf mittlerweile neun Server erweitert worden.
