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Blick auf Mainz vom Wiesbadener Rheinufer
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15./16. Mai 2012 | PIUS-Länderkonferenz in Mainz

Gemeinsam zu mehr Innovation und Ressourceneffizienz

Pka. Zum vierten mal trafen sich zu einem Informationsaustausch Vertreter von Ministerien aus Bund und Ländern, der Verwaltung, der Wirtschaft, aber auch von Unternehmen sowie Berater bei einer PIUS-Länderkonferenz. PIUS steht für Produktionsintegrierten Umweltschutz. Ressourceneffizientes Wirtschaften mit Blick auf Innovationen und zukunftsweisende Themenfelder waren in Mainz das zentrale Thema.

Aufmerksam verfolgen die Konferenzteilnehmer den Vortrag von Dr. Gottfried Jung vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz
Den Auftakt bildeten zwei Impulsvorträge. Dr. Gottfried Jung vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium referierte zum Thema „PIUS als Baustein für ein ressourcenschonendes Europa“ und machte deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht nur die personelle Entwicklung eines Unternehmens abbildet, sondern zunehmend eine Material- und Energieproduktivität an Bedeutung gewinnt. Konkret machte er es an einem Beispiel fest. So hat sich die Keramikindustrie in Rheinland-Pfalz partnerschaftlich zusammen geschlossen und sorgte mit dieser Branchenlösung für eine verbesserte Ressourceneffizienz.

Den zweiten Impulsvortag lieferte der Unternehmensvertreter Daniel Gontermann von der KSB AG in Frankenthal. Er präsentierte „Nachhaltige Antriebslösungen“ bei verschiedensten Pumpen. Die elektrischen Antriebe der Firma können in einem hohen Maße energieeffizient arbeiten; gerade im Hinblick auf die entstehenden Rohstofflücken ein großer Schritt Innovation in die richtige Richtung.

Konferenzpausen boten den idealen Rahmen für FachgesprächeAm zweiten Tag wurde die Veranstaltung durch Frau Staatsministerin Eveline Lemke eröffnet. In ihrer Rede zeigte sie, dass am ressourceneffizienten Wirtschaften kein Weg mehr vorbei führt. Hierbei bezog sie sich auch auf den Erfolg der Projekte EffNet und EffCheck und dankte dem Landesamt für die gute Leitung dieser Projekte.

Der länderübergreifende Austausch und Wissenstransfer war das zentrale Anliegen der Konferenz aus den vier veranstaltenden Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, NRW und Rheinland-Pfalz. Neben den bestehenden „Netzwerken" war es das Anliegen die sehr unterschiedlichen Fachkompetenzen aller Beteiligten im Rahmen eines moderierten Austausches zu Zukunftsthemen, Fachprojekten und innovativen Entwicklungen zu nutzen.

In über 40 sogenannten „world cafes“ wurden an zwei Tagen die unterschiedlichsten Themen aufgegriffen und diskutiert. Die Moderation übernahm bei dieser modernen Workshopmethode jeweils ein Impulsgeber. Dabei gingen die Teilnehmer/innen folgenden Schlüsselfragen nach:

  • Wo liegt die Herausforderung zum Thema?
  • Welche Lösungsvorschläge kommen in Betracht?
  • Wie wird die weitere Entwicklung gesehen?

Die Themen waren vielfältigster Natur und reichten von der „Ressourcenoptimierten Produktgestaltung“ über „Ressourceneffizienz aus Unternehmersicht“ oder „1 Mio. Euro einsetzen – 2 Mio. Euro sparen“ bis zur „Solaren Prozesswärme“.

In 'World Cafes' wurden Themen diskutiertIn den interaktiven Formaten wurde diskutiert, transferiert und zielorientiert zusammengeführt, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktuell beschäftigt und was in den kommenden Jahren an Trends auf alle Beteiligten zukommt. Das daraus entstandene Kompendium an Ideen und Empfehlungen soll dazu dienen, zukünftigen Aktivitäten zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft und des Handwerks wichtige Impulse zu geben und führte zu viele positiven Äußerungen aus dem Kreis der Teilnehmern zu der Veranstaltung.

Am Ende der 4. PIUS-Länderkonferenz war eines sehr deutlich geworden: neben dem Praxisbezug müssen die vorhandenen Ansätze, Methoden, Instrumente und auch die Fördermöglichkeiten eine stärkere Breitenwirkung erfahren. Dazu ist das gemeinsame Engagement aller Beteiligten auf allen Ebenen notwendig.