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16.04.2012 | Initiative "Erfolgreich auf dem Land: Wertschöpfung durch Wertschätzung"

Start der "Grünen Woche" Rheinland-Pfalz

Pka. Zum Auftakt der Grünen Woche Rheinland-Pfalz 2012 hat die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken die Initiative "Erfolgreich auf dem Land: Wertschöpfung durch Wertschätzung" in Boppard gestartet. In gleicher Sache unterwegs war auch Staatssekretär Dr. Thomas Griese, der den Obstbaubetrieb Schmitt in dessen Hofladen in Mainz-Laubenheim besuchte. Die "Grüne Woche" findet in diesem Jahr zum sechsten mal statt.

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Regionale Qualitätsprodukte wie Gemüse, Obst, Milch oder Fleisch werden zunehmend nachgefragt. Diesen Trend möchte die Landesregierung stärken, um gesunde Ernährung zu fördern und die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen zu steigern. „Mit der Initiative wollen wir den Blick für die individuellen Chancen der Betriebe und Regionen schärfen und anregen, dass sich leistungsfähige Partner zusammentun, um regionale Wertschöpfungsketten zu knüpfen“, sagte Höfken bei der Eröffnungsveranstaltung in Boppard. Die Ministerin stellt dafür 500.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bereit.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa wies die Ministerin darauf hin, dass in den kommenden Monaten die Weichen für die Förderperiode ab 2014 gestellt werden: „Jetzt geht es darum, die zukünftigen Rahmenbedingungen für unsere Landwirte und Winzer auszugestalten. Dabei setze ich mich für eine weiterhin starke Förderung der ländlichen Räume ein, insbesondere für mehr Regionalität und Wertschöpfung.“ Die regionale Wertschöpfungskette habe aus ihrer Sicht eine besondere Bedeutung für Rheinland-Pfalz, weil vom Rohstoff über die Verarbeitung, den Handel bis zum Vertrieb zum Kunden wertvolle Produkte entstehen, die sich deutlich von anonymen Massenprodukten unterscheiden und deshalb von den Kundinnen und Kunden honoriert werden.

Umweltministerin Ulrike Höfken eröffnet die 'Grüne Woche'Erfolgreiche Beispiele solcher Wertschöpfungsketten wurden in Boppard vorgestellt: Der Wolfsbornerhof in Herchweiler (Landkreis Kusel) verknüpft die Ziegenhaltung mit einer Schaukäserei und Gastronomie. Die Kita „Kinderhafen“ in Diez (Rhein-Lahn-Kreis) integriert regional erzeugte Produkte in ihren Speisplan. Die Agrarmarketing e.V. aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert einen Caterer, der für ca. 40 Schulen und 30 Kindertagesstätten Mittagessen anbietet. Die Arbeitsgruppe integrierter Landbau (AGIL) - ein Zusammenschluss von rund 60 Landwirten in Rheinland-Pfalz - kooperiert mit 14 Bäckereien und drei rheinland-pfälzischen Mühlen.

Staatssekretär Dr. Thomas Griese beim Besuch eines HofladensBei insgesamt 18 Einzelterminen im ganzen Land werden im Laufe der Woche agrar- und weinbaupolitische Zukunftsthemen diskutiert und neue Projekte und Ideen zur Wertschöpfung im ländlichen Raum vorgestellt.