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Blick auf Mainz vom Wiesbadener Rheinufer
Startseite  >  Service  >  Radon-Informationen  >  Begriffserläuterungen

Glossar

Hier erhalten Sie eine Kurzbeschreibung über die wichtigsten Begriffe:

Aerosol: Fein verteilte flüssige (Nebel) oder feste Stoffe (Stäube, Rauch) in der Luft. Die Aerosole sind so leicht, dass sie in der Luft in der Schwebe bleiben. Werden Aerosole eingeatmet, so können sie in den Bronchien abgelagert werde>n.

Becquerel: Einheit der Aktivität eines radioaktiven Stoffs, abgekürzt Bq. Ein Becquerel bedeutet den Zerfall eines Atomkerns pro Sekunde.

Becquerel pro Kubikmeter: Aktivitätskonzentration eines radioaktiven Stoffs, abgekürzt Bq/m³. Ein Becquerel pro Kubikmeter bedeutet den Zerfall eines Atomkerns pro Sekunde in einem Raumvolumen von einem Kubikmeter.

Gleichgewichtsfaktor: Im Idealzustand ist die Aktivitätskonzentration der Radonfolgeprodukte genauso hoch wie die des Radons. Da sich die Folgeprodukte als Schwermetalle jedoch aus der Luft abscheiden, ist ihre Konzentration in der Realität kleiner als die des Radons. Das Verhältnis zwischen der Konzentration des Radons und seiner Folgeprodukte wird mit dem Gleichgewichtsfaktor beziffert. Der Wert liegt typisch zwischen 0,2 und 0,6.

Ionisierende Strahlung: Strahlung, die in Stoffen elektrisch geladene Ionen erzeugen kann. Hierzu gehört die Gamma-Strahlung (kurzwellige elektromagnetische Wellen), Beta-Strahlung (schnelle Elektronen) und Alpha-Strahlung (Heliumkerne). Diese Strahlen werden beispielsweise beim radioaktiven Zerfall ausgesendet. Ionisierende Strahlen schädigen das menschliche Gewebe und können Krebs auslösen.

Kernspurdosimeter: Die radioaktiven Zerfälle des Radons und seiner Folgeprodukte hinterlassen in dünnen Kunststoff-Filmen winzige Spuren, die mit speziellen Verfahren sichtbar gemacht werden können. Die Anzahl dieser Spuren ist ein Maß für die Zahl der Zerfälle, die in einem bestimmten Zeitraum auf das Dosimeter eingewirkt haben.

Nuklid: Atome eines chemischen Elements, die eine unterschiedliche Zahl von Neutronen besitzen. Nuklide eines Elements haben unterschiedliche Halbwertszeiten. Beispiele von Isotopen sind Radon-219, Radon-220 und Radon-222.

Radioaktivität: Eigenschaft bestimmter Atome, sich ohne äußere Einwirkung in andere Atome umzuwandeln. Die dabei frei werdende Energie wird als  ionisierende Strahlung abgegeben.

Radon: Radon ist ein Edelgas, von dem es keine stabilen, sondern nur radioaktive Isotope gibt. Das wichtigste radioaktive Isotop des Radons ist das Radon-222. Andere natürliche Isotope des Radons wie das Radon-220 oder Radon-219 spielen für den Strahlenschutz nur eine untergeordnete Rolle. Radon-222 hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen. Eine Radon-Konzentration von 1000 Bq/m³ entspricht übrigens einer massenbezogenen Konzentration von 0,000 000 000 000 175 g/m³!

Radon-Folgeprodukte: Die Zerfallsprodukte des Radons - Polonium-218, Blei-214, Wismut-214, Polonium-214 - haben Halbwertszeiten zwischen 26,8 Minuten und 0,168 Sekunden. Wenn Radon in der Luft zerfällt, lagern sich die Radon-Folgeprodukte meist an Aerosole an. Die Radon-Folgeprodukte stellen den größten Teil der Belastung der Lunge dar.

Zerfallskette: Ist das Zerfallsprodukt nicht stabil, sondern selbst wiederum radioaktiv, so kann eine Kette radioaktiver Zerfälle entstehen. Ein Beispiel hierfür ist die natürliche Zerfallskette des Urans-238, das nach und nach in die folgenden Isotope zerfällt: Thorium-234, Protactinium-234, Uran-234, Thorium-230, Radium-226, Radon-222, Polonium-218, Blei-214, Wismut-214, Polonium-214, Blei-210, Polonium-210 und zuletzt das stabile Blei-206.

Zerfallsprodukt: Ein Atom, das durch den radioaktiven Zerfall eines anderen Atoms entsteht.