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Retention von Gewässernetzen

Fördermaßnahme "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse"

  • Laufzeit:
    Juli 2005 - Juni 2007
  • Projektbeteiligte:

Wissenschaftliche Leitung:

    • Prof. Dr.-Ing. Gero Koehler, Technische Universität Kaiserslautern
      Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft
    • BD Dipl.-Ing. Christoph Linnenweber, Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und
      Gewerbeaufsicht (LUWG), Rheinland-Pfalz
      Referat Flussgebietsmanagement
    • Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Löffler, Universität des Saarlandes
      Physische Geographie, Zentrum für Umweltforschung
    • Prof. Dr.-Ing. Günter Meon, Technische Universität Braunschweig
      Leichtweiß-Institut für Wasserbau, Abt. Hydrologie, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz
    • Prof. Dr.-Ing. Stephan Theobald, Universität Kassel
      FB 14, Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft

Mitarbeit:

    • Dipl.-Ing. Christiane Anders (Universität Kassel)
    • Dipl.-Geogr. Heiko Franke (Universität des Saarlandes)
    • Dr. Ulrich Honecker (Universität des Saarlandes)
    • Dipl.-Ing. Eva Kirchhoffer (TU Kaiserslautern)

Projektkoordination:

    • Dr.-Ing. Klaus Röttcher, Roettcher Ingenieurconsult , Kassel

Fördernummer BMBF:
0330687

  • Beschreibung des Forschungsvorhabens:
    Die in den vergangenen Jahren durch Hochwasserereignisse entstandenen Sachschäden sowie die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben Grenzen und Defizite der Hochwasservorsorge in Deutschland aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Fördermaßnahme "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse" ins Leben gerufen.
    Ziel der Fördermaßnahme ist, durch Integration unterschiedlicher Fachdisziplinen und der verschiedenen Akteure verbesserte Instrumente des Hochwasserrisikomanagements zu entwickeln und zu implementieren. Im Fokus stehen extreme Hochwasserereignisse in Flussgebieten. Darunter werden Ereignisse mit einem Wiederkehrintervall größer als 100 Jahre und mit einem hohen Schadenpotenzial verstanden.
    Das Projekt Retentionsfähigkeit von Gewässernetzen wird aus dieser Fördermaßnahme finanziert.
    Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines allgemein anwendbaren Bewertungsverfahrens für die Retentionsfähigkeit von Gewässernetzen als Entscheidungsgrundlage für die Praxis bei der Bewirtschaftung kleinerer und mittlerer Gewässer. Damit sollen mit geringem Aufwand aus vorhandenen Daten, wie z.B. Gewässerstrukturgüte, ATKIS-Daten oder digitalen Geländemodellen, großflächig Aussagen zur Retentionsfähigkeit von Gewässer und Aue abgeleitet werden. Durch systematische Bestandsaufnahmen und Digitalisierung von Daten der Landesverwaltungen sowie durch die kommerziellen geografischen Informationssysteme sind dazu neue Wege der Modellierung möglich geworden. Die Methodik wird für die Ökoregion Zentrales Mittelgebirge entwickelt, Hinweise zur Weiterentwicklung für die Ökoregionen Zentrales Flachland und Alpen werden gegeben
    Es ist eine dreistufige Bearbeitung vorgesehen. In der ersten Stufe wird aus bereits entwickelten Ansätzen der Projektpartner eine geeignete Methodik entwickelt, um das Retentionspotenzial weit gehend aus amtlichen Informationen zu ermitteln. In einem zweiten Schritt wird das unter den aktuellen Gegebenheiten aktivierbare Retentionspotenzial ermittelt. In einem dritten Schritt wird dann die für das Hochwasserrisikomanagement wesentliche Scheitelreduzierung bestimmt. Die Ergebnisse werden mit den Ansätzen der Schritte 1 und 2 rückgekoppelt, sodass Abschätzungen zur Hochwasser reduzierenden Wirkung vorgenommen werden können, auch ohne ein Niederschlag-Abfluss-Modell einsetzen zu müssen.
    Die Methodik wird zunächst auf die Nahe mit einem vorhandenen Flussgebietsmodell (FGM)  angepasst und ein Zusammenhang zwischen Retentionspotenzial und Scheitelreduzierung abgeleitet. Dieser wird anschließend auf das Einzugsgebiet der Fulda angewendet und überprüft. Zum Abschluss werden die erarbeiteten Methoden in einem Anwenderhandbuch zusammenfassend beschrieben.
  • Kosten:
    Gesamtkosten: 387.901 €; verteilt auf die Kooperationspartner.
    Für das Landesamt für Wasserwirtschaft, Umweltschutz und Gewerbeaufsicht ist keine Zuwendung vorgesehen.
  • Veröffentlichungen:
    Zum jetzigen Zeitpunkt liegen noch keine Veröffentlichungen vor. Es gibt eine Internetseite der Universität Kassel und des Projektträgers:
    www.rimax-hochwasser.de
    www.retnet.rlp.de