Biologische Gewässerüberwachung
Die wesentlichen Ergebnisse zur „klassischen“ Gewässergütekarte sind in der
Gewässergütekarte Rheinland-Pfalz (Stand 2004) dargestellt. Die Häufigkeit und Zusammensetzung der Arten an einem Gewässerabschnitt gibt Aufschluss über die Zuordnung des Gewässers zu einer von sieben unterscheidbaren Gewässergüteklassen.
Bisher wurde zur Bewertung der Gewässergüte (Verschmutzungsgrad eines Gewässers mit Sauerstoff zehrenden, leicht abbaubaren organischen Stoffen) überwiegend nur das so genannte Makrozoobenthos (Wirbellose Tiere des Gewässergrundes). Aktuell wird die saprobielle Gewässergüte auf die rheinland-pfälzischen Fließgewässertypen abgestimmt bewertet und konform mit Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in fünf Bewertungsklassen im Rahmen der ökologischen Zustandsbewertung dargestellt.
Seit Einführung der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden zusätzliche biologische Qualitätsindikatoren wie Fische sowie Wasserpflanzen (Makrophyten/Phytobenthos und Phytoplankton) zur Bewertung des ökologischen Zustandes der Gewässer herangezogen. Hierzu wurde ein neues biologisches Messstellennetz mit rund 1000 Untersuchungsstellen eingerichtet.Die Ergebnisse sind Grundlage für die Aufstellung von Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen. Aktuelle Ergebnisse zum ökologischen Zustand der Oberflächengewässer sowie zu Messnetz und Methoden sind in den
„Beiträgen zum Bewirtschaftungsplan für die internationale Flussgebietseinheit Rhein nach der europ. WRRL für die Gewässer in Rheinland-Pfalz“ zu finden.
Im Trendmessprogramm „Saure Bäche“ wird die Entwicklung der
Fließgewässerversauerung seit 1982 an acht Bächen im Hunsrück untersucht.

