PCB-Trendmonitoring in Schwebstoffen von Rhein, Mosel und Saar
PCBs (= polychlorierte Biphenyle) sind eine Gruppe von synthetisch hergestellten Stoffen, die eine hohe Persistenz aufweisen und sich in Organismen anreichern. Sie dürfen in Deutschland nicht mehr eingesetzt werden, gelangten aber aus früheren Anwendungen unbeabsichtigt in die Umwelt.Eine stetige Abnahme der Konzentrationen der Indikator-PCB am Schwebstoff ist festzustellen. Die Qualitätsnormen der Landesgewässerbestandsaufnahme- und -zustandsüberwachungs- Verordnung (LWBÜVO), die die EG-Wasserrahmenrichtlinie für Rheinland-Pfalz umsetzt, gibt als Qualitätsnorm 20 µg/kg TS für jedes der sieben Indikator-PCB im Jahresmittel vor. Diese Isomere wurden als Stellvertreter aller
PCB (insgesamt 209 Kongenere) für die Untersuchungen ausgewählt.
Die nachfolgenden Graphiken zeigen die Jahresmittelwerte der PCBs im Vergleich zur Umweltqualitätsnorm. Die Tendenz der letzten Jahre zu niedrigen Konzentrationen ist offensichtlich.
Die mittleren Schwebstoffkonzentrationen des Rheins bei Mainz haben in keinem der Berichtsjahre die Norm überschritten.
Am Schwebstoff, der in der Saar bei Kanzem gewonnen wurde, gilt ähnliches mit den Ausnahmen bei PCB 138 (in den Jahren 2002 und 2004) und bei PCB 153 (in den Jahren 1994 und 1995).
Die Überschreitungen der Schwebstoffkonzentrationen in Palzem (Mosel) in den Jahren bis 2005 (bei PCB 138, 153 und 180) sind nach 2005 nicht mehr aufgetreten. Die jeweiligen Jahresmittelwerte liegen zum größten Teil deutlich unter der Qualitätsnorm.
Die Jahresmittelwerte haben sich bei fast allen PCB-Isomeren an allen drei gezeigten Messstellen bis zum Jahr 2008 - gemessen an den Anfangswerten Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts - nahezu halbiert.

