Blitzeinschlag beeinträchtigt die Arbeit der Rheingütestation
Am Nachmittag des 27. August 2010 sorgte ein Blitzschlag für umfangreiche Schäden in den Messeinrichtungen der Rheingütestation in Worms. Damit verbunden sind auf bislang nicht absehbare Zeit Einschränkungen in der Erfassung, Verarbeitung und Weiterleitung von Messdaten.Der Master-Rechner im Prozessleitsystem trug einen Überspannungsschaden davon. Dadurch können zur Zeit keine Online-Messdaten erfasst und gespeichert werden. Als weitere Folge werden ggf. auftretende Alarmgrenzwertüberschreitungen nicht mehr automatisch verarbeitet und der Rufbereitschaft gemeldet. Betroffen hiervon sind insbesondere die so genannten Biotests.
Beschädigt wurde auch ein Daphnientoximeter. Als Übergangslösung findet eine manuelle Überwachung mit Hilfe eines alternativen Toximeters statt. Das programmierbare Umschaltventil wird bis zur Repartur manuell gesteuert. Die Online-Datenübertragung bei der Radioaktivitätsmessung ist durch den Blitzeinschlag komplett ausgefallen.
Daneben ist eine fünf Meter hohe Linde vor dem Stationseingang umgestürzt und lag quer über dem Nachbargrundstück der Rheingütestation. Wegen Gefahr im Verzug begann eine Fachfirma direkt mit der Entfernung des Baumes. Die weiteren Schäden durch Wassereinbruch konnten noch nicht endgültig abgeschätzt werden, dürften sich aber als gering erweisen.
Erfreulicherweise funktioniert die automatische Probenahme weiterhin ungestört. Dachdurch sind Analysen aus Rückstellproben uneingeschränkt möglich.


